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Internet-Payment über den Bezug einer
TAN durch Anruf einer 0190er-Nummer bieten etliche Dienstleister an. Der
Service der Münchner Ingenieurgesellschaft für Informationstechnologien
(www.infin.de) wird hier beispielhaft vorgestellt, weil er seit über
einem halben Jahr bei der Stiftung Warentest im Einsatz ist und neben
einem Hosting des kostenpflichtigen Angebots die Möglichkeit bietet,
dies auf dem eigenen Server zu halten.
infin Micropayment kommt ohne weitere Technik beim Kunden aus. Pro Anruf
muss dieser beim Warentest-Angebot 24 Pfennig Grundgebühr sowie den
Preis für die Dienstleistung selbst bezahlen. Das so freigegebene
Dokument etwa ist dann für einen wählbaren Zeitraum zugänglich.
Die Kosten für eine Nutzung des Systems werden je nach Aufwand individuell
verhandelt, da die traditionell als Faxdienstleister tätigen Münchner
die Erfahrung gemacht haben, dass der Aufwand von Kunde zu Kunde stark
variiert. Auf keinen Fall sei ihre Zielgruppe das kleine Internet-Startup
oder der Teeladen an der Ecke, sondern mittelständische und Großunternehmen
mit gestandenem Web-Auftritt. Gut 15 Internethändler nutzen laut
infin derzeit dieses Micropayment-System.
Will der Content-Anbieter die Dokumente auf dem eigenen Server behalten,
stellt ihm infin Skripts zur Verfügung, die URL, Gebühr und
so weiter übermitteln. Nach der Autorisierung auf dem infin-Server
geht eine verschlüsselte Nachricht zurück zum Kunden, der dann
die Accounting-Daten für die weitere Verarbeitung selbst verwaltet;
etwa in einer Datenbank die IP-Nummer des Endkunden und die maximale Dauer
bereithält.
Der Vorteil dieses Systems ist, dass außer einem für 0190er-Nummern
freigeschalteten Telefon keine Voraussetzung beim Kunden erforderlich
ist. Umständlich ist dieses Verfahren allenfalls für Surfer
mit einem Internetzugang über Modem und nur einer Telefonleitung.
Die müssen dann nämlich die aktuelle Session unterbrechen, sich
das Passwort holen und neu ins Internet einwählen.
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